English version here http://gegenkulturkarawane.blogsport.eu/about-the-counterculturecaravan/
GegenKulturKarawane / CounterCultureCaravan
Kautzen- St.Pölten- Ottensheim- Ljubljana- Bologna- LaSpezia/Genua- Zürich- St.Pölten
Österreich- Slovenija- Italia- Schweiz
18.7. – 28.08.2011
Über das Projekt:
2011 soll sich erstmals die Gegenkulturkarawane auf Achse stellen und verschiedene Projekte, Festivals und Orte besuchen. Dabei sollen verschiedene Regionen, Gruppen und Ansätze miteinander verknüpft werden. Die Karawane selbst bildet dabei eine mobiles Bindeglied. Die Karawane trägt dabei Informationen, Menschen und Material von einen Ort zum nächsten. Bei jeder Station wird in Kooperation mit den verorteten Veranstaltungen (oder Projekten) Programm angeboten sowie Dokumentiert. Über die Reise der Karawane wird mittels eines Web-Blog berichtet, unterwegs werden Radiosendungen produziert die über lokale Radiostationen gesendet werden und eine Video und Foto-Doku Gruppe produzieren Material das nach Abschluss der Karawane veröffentlicht wird.
Gegenkultur? Gegen die vorherrschende Kultur!
Die Projekte und Stationen sind dabei nicht zufällig gewählt. Jedes von ihnen Zeigt auf eigene Art und Weise auf wie Selbstorganisation und das umsetzen und praktizieren von Alternativen funktioniert. Den neoliberalen und kapitalistischen Normalzuständen werden reale Perspektiven wie Gesellschaft anders funktionieren kann entgegengesetzt. Solidarität, Miteinander, unkommerzielles Leben, Respektvoller Umgang miteinander und gelebter Widerstand werden greifbar. Die Karawane hat hierbei die Funktion die verschiedenen Orte zu verknüpfen und Informationen weiterzutragen und schlussendlich verschiedene Zugänge und praktische Beispiele wie Gegengenkultur gelebt werden kann aufzuzeigen.
Scheiß auf ALL-Inklusive – Kollektives selbstorganisiertes Reisen!
Wir wollen alle Bereiche unseres Leben selbt in die Hände nehmen, ob es dabei um Ernährung, Wohnen oder eben Reisen geht. Dabei geht es nicht um Touristische Einblicke, mit den Projekten, Festivals und Orten die wir besuchen wollen wir direkt und kooperativ arbeiten und uns autauschen. Dafür brauchen wir kein Service, keinen Animation und auch nicht endlos Alkohol um dabei Spaß zu haben. Das Essen was wir auf unserer Reise beötigen wollen wir, soweit es möglich ist, direkt von lokalen Bio-Bäuer*innen unterwegs einkaufen. Auf unnötiges verpackungsmaterial wollen weitestmöglich verzichten – und unseren Müll räumen wir selbst weg. Die Schlafplätze die wir benötigen nehmen wir uns selbst mit. Übernachten werden wir in Zelten, Hängematten und den Busen und Autos mit denen wir unterwegs sein werden. Wärend der Reise wollen wir voneinander Lernen uns unterstützen und eine gemeinsame schöne Zeit verbringen.
Programm der Karawane
Die Karawane wird was alle zu ihr Einbringen wollen und können. Eine gewisse Grundausstattung wollen und können wir selbst zur Verfügung stellen. Alles was darüber hinaus Teil der Kawawane sein soll muss selbst organisiert und je nach finaziellen Aufwand auch selbst fianziert werden. Wir freuen und über zusätzliches Programm und bitten um rechtzeitige Kontaktaufnahme mit uns damit wir die Karawane entsprechend vorbereiten und durchführen können.
- Infos, Bücher und Zeugx
Verschiedene Sticker, Folder, Plakate, Flyer, Reader, Zeitungen und Bücher werden uns auf der Reise begleiten. Alles wird gegen freiwillige Spenden weitergegeben – je nachdem was uns die Sachen selbst im Einkauf kosten mit oder ohne Preisvorschlag. Der Infotisch wird dabei Materialien die uns unterwegs begegnen aufnehmen und so zunehmend Regionenübergreifender gefüllt sein.
- Siebdruck
Die mobile Siebdruckwerkstatt wird die Möglichkeit geben selbst Kleidung und Stoff zu bedrucken. Dafür werden wir möglichst viele Motive auf Sieben bereitstellen und bei den verschiedenen Stationen Workshops zum selbst drucken anbieten.
- Medienwerkstatt
Ein kleines fahrbares Büro ermöglicht es uns unterwegs zu arbeiten. Dadurch haben wir die Möglichkeit Radiosendungen zu produzieren, unteregs Flyer zu gestalten und diese sofort auszudrucken sowie die Homepage laufend mit Material und Infos zu befüllen.
- Volxküche
Eine große portable Gemeinschaftsküche erlaubt es uns unahängig von der ortsgegebenen Infrastruktur gemeinsam zu kochen und damit uns selbst und bis zu einhundert weitere Personen mit warmen Essen zu versorgen.
Über die einzelnen Stationen
- A-Camp/ Auf dem Seed-Camp Gelände
Dobersbergerstraße 23, A-3851 Kautzen
Das anarchistische Sommercamp in Österreich soll Menschen aus unterschiedlichen Orten, Gegenden und mit verschiedensten Erfahrungen und Hintergründen zusammenbringen, um ein befreites Leben zu erproben. Jede_r ist eingeladen, die_der sich mit emanzipatorischen und herrschaftskritischen Ideen identifizieren kann. Du brauchst dich nicht mit irgendwelchen Theorien auskennen oder in politischen Gruppen/Kollektiven aktiv sein. Was während des Camps inhaltlich passiert, hängt davon ab, was ihr daraus macht und was sich vor Ort spontan entwickelt. Es gibt kein fertiges Programm, vielmehr geht es darum, sich einzubringen, Workshops und Diskussionen anzuregen. Der Ablauf des Camps ist ein Spiegel der dort Anwesenden.
- parque del sol 11/ auf dem Gelände von LAMES
Spratzerner Kirchenweg 81 – 83, A-3100 St. Pölten
LAMES versteht sich als Plattform verschiedener interdisziplinärer Kunstformen und Diskurse. Auf dem 5 ha großen Parkgelände, das unter anderem als Gemeinschaftsgarten und Naherholungsgebiet für das urbane Umfeld dient, werden laufend Kunst- und Kulturprojekte umgesetzt. Das jährliche interdisziplinäre Symposium parque del sol ist vor allem der Schaffung von Freiräumen im urbanen Raum gewidmet. Darüber hinaus ist das gemeinsame Arbeiten am Ort wesentlicher Charakter von parque del sol.
Im Zentrum des 2011 zum sechsten Mal stattfindenden Symposiums soll einmal mehr der Naturpark und die beiden Gebäude am Spratzerner Kirchenweg stehen. Bespielt werden die zwei Häuser sowie der gesamte, 5 Hektar große Park.
- Cyclocamp2011/ Ottensheim festivalarea
Ottensheim Austria
the Cyclocamp should provide do-it-yourself (DIY) bicycle repairshops with an opportunity to reflect upon themselves, learn from other DIY-bicycle repairshops and have fun together. we feel the need to (inter)connect with projects similar to ours, learn from other experiences and make friends for trips and other projects. the festival should be completely self organized, there should be no “orga-team” providing necessary infrastructure or dominating the discourse and it should be as cheap as possible, no profit should be made. The festival area is free and all necessary work should be done by ourselves.
- Ljubljana
tovarna rog
Samstag der 25. März 2006 markierte den Start der Initiative zur Öffnung der verlassenen Fahrradfabrik “Rog” zur temporären Nutzung, mit der Absicht, nicht profit-orientierte und nicht-etablierte Aktivitäten zu veranstalten.
Es handelt sich hierbei nicht um eine klassische Besetzung öffentlichen Raumes, sondern um eine temporäre Veränderung seines Zwecks. Die 7000 Quadratmeter große Fabrik – im Besitz der Stadt Ljubljana (im weiteren als MOL abgekürzt) – ist schon seit 15 Jahren dem langsamen Verfall überlassen. So lange MOL keine klare Strategie zur Lösung des Problems der leer stehenden Räumlichkeiten entwickelt und diese auch umsetzt, möchten wir eigen-initiativ diese Räumlichkeiten für alle Individuen und Gruppen, welche im nicht-profit-orientierten Sektor tätig sind, öffnen, um die Realisierung von unabhängigen sozialen und kulturellen Produktionen zu ermöglichen.
Bis die Stadt Ljubljana eine Lösung für die 7000 Quadratmeter ungenützten Raumes in “Rog” findet, kann dieser Raum – anstatt einfach vergessen und ungenützt zu bleiben – Platz für Ateliers, Musik-, Video- und Grafikstudios, Theater- und Tanzaufführungen, Versammlungen verschiedener Gruppierungen,Werkstätten und “Spielräume”, soziale Aktivitäten, etc. bieten. Wir wollen ein freizugänglicher,öffentlicher Raum für nicht-profit-orientierte und unabhängige Aktivitäten sein, und durch diese Initiative zur Qualität von Kunst, Kultur, sozialer Gesundheit/Gedanken/Leben in Ljubljana beitragen.
- Bologna
t.b.a.
- Genua/ La Spezia *
t.b.a.
- *Zürich
BINZ
Seit drei Jahren ist das Fabrikareal an der Üetlibergstrasse 111/111a besetzt. Heute wohnen rund 40 Menschen hier. Viele weitere Personen nutzen das Areal regelmässig. In den Werkstätten wird täglich gearbeitet, Theatergruppen und Bands proben, Filmprojekte werden realisiert, der Trainingsraum ist ausgelastet. Leute kommen um etwas zu machen und ihre Ideen mit anderen auszutauschen. Das ist die Binz, sie ist in voller Blüte, bietet vielen Menschen eine Existenz und Raum für die Verwirklichung ihrer Pläne.
- KuKuMA Sommerwoche/ auf dem Gelände von LAMES
Spratzerner Kirchenweg 81 – 83, A-3100 St. Pölten
Aktivist_innen* von KuKuMA und anderen Projekten und Gruppen treffen sich auf dem LAMES Areal um Workshops durchzuführen und sich zu vernetzen. Die Woche (sieben volle Tage) ist als Open Space konzipiert. Open Space schafft einen Raum, in dem viele Menschen selbst organisiert und selbst verantwortlich ihre Anliegen gemeinschaftlich bearbeiten können. Es gibt keine
vorgegebenen Themen. Anliegen die besonders wichtig für einzelne Teilnehmer_innen* sind können so vorangetrieben werden. Es können sowohl komplexe und dringliche gemeinsame, als auch persönliche Fragen und Themen sein. Auch Konflikte können bearbeitet werden. So entsteht ein großer „Themen-Marktplatz“, auf dem sich die Teilnehmer_innen* zu Themengruppen
zusammenschließen können. Die Methode ermöglicht eine breite Beteiligung und erzeugt gegenseitiges Verständnis.
Hierfür wird ein großer Pool an Equiment und Technik zur Verfügung gestellt, zudem werden Infowände aufgestellt, an denen die Treffen und Workshops angekündigt werden könne. Auch versorgen sich die Teilnehmer_innen* selbst, so wird beispielsweise kollektiv gekocht und aufgeräumt.
Was das alles Kosten und wie wir die Karawane finazieren wollen
Benzin und Fahrtkosten: ca. 2000e
Essenskosten/Verpflegung: ca. 2000e
Materialkosten (für Workshops): 1500e
Anschaffungen (Kuppel, Bus, Technik): ca. 5000e
Eigens für das Projekt Angekaufte Infrastruktur soll im Anschluss alternativen und gegenkulturellen Projekten zur Verfügung gestellt werden. Die so geschaffenenen Ressourcen werden über das Netzwerk KuKuMA verwaltet.
Was wir brauchen
Einen weiteren Bus
Autos, Fahrer*innen
Geld (Spenenden, gerne auch mehr)
Aufnahmegerät für Interviews
Kontaktmöglichkeiten
gegenkulturkarawane@kukuma.info
homepage: http://gegenkulturkarawane.blogsport.eu
Fahrplan:
| Projekt | Ort | dauer | von wann bis wann sind wir dort? |
| A-Camp | Kautzen | 18. 7. – 25. 7. | wir sind dort bis 25.7. |
| “parque del sol 11” | LAMES, St.Pölten | 27. bis 31.7. 2011 | ab 25. bis 28. |
| Cyclocamp2011 | Ottensheim | 26.07.2011 – 01.08.2011 | ab 28. bis 1. |
| ROG | Ljubljana | ab 1. bis 5 | ab 1. bis 5. |
| Bologna | 9. bis 12. | 9. bis 12. | |
| Genua | 12. bis 17. | 12. bis 17. | |
| BINZ | Zürich | 17. bis 21. | 17. bis 21. |
| KuKuMA Sommerwoche | LAMES St.Pölten | 22.- 28.08.2011 | 22.- 28.08.2011 |